Naturschutz

50 Jahre BSH: Ein halbes Jahrhundert
Einsatz für
Natur- und Artenschutz an der Hunte 

V. l.:Bürgermeister der Gemeinde Wardenburg Christoph Reents, Ehrenvorsitzender und Gründungsvorsitzender der BSH Prof. Dr. Remmer Akkermann, Vorsitzende der BSH Christiane Lehmkuhl, stellvertretender Landrat des Landkreises Cloppenburg Hermann Schröer und Landrat des Landkreises Oldenburg Dr. Christian Pundt. Nicht im Bild: Landrat des Landkreises Vechta, Tobias Gerdesmeyer.


Große Jubiläumsfeier im Strandhaus des Blockhauses Ahlhorn – Gemeinde Wardenburg würdigt die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems e.V. als unverzichtbaren Partner für die Zukunft

Ahlhorn / Wardenburg. Es war ein Fest im Zeichen des gemeinsamen Rückblicks und vor allem des optimistischen Blickes nach vorn: Die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems e.V. (BSH) feierte am Samstag, den 30. Mai 2026, ab 14:00 Uhr ihr stolzes 50-jähriges Bestehen (1976–2026). Rund um das malerisch gelegene Strandhaus im Tagungszentrum Blockhaus Ahlhorn kamen zahlreiche Mitarbeiterinnen, Mitglieder und geladene Gäste zusammen, um ein halbes Jahrhundert erfolgreiche Arbeit für den Natur-, Klima- und Artenschutz in der Hunte-Region gebührend zu würdigen.

Ein stimmungsvoller Rahmen wurde der feierlichen Veranstaltung durch das Blockflötenorchester Wardenburg unter der Leitung von Elmar Flore verliehen.

Eine Erfolgsgeschichte des organisierten Naturschutzes
Als der Verein im Jahr 1976 unter anderem von Professor Dr. Remmer Akkermann (heute Ehrenvorsitzender) ins Leben gerufen wurde, steckte der organisierte Naturschutz an der Hunte noch in den Kinderschuhen. Seitdem hat die BSH eine beeindruckende Entwicklung genommen. Heute ist sie als landesweit gesetzlich anerkannter Naturschutzverband fest etabliert. Weit über die Grenzen der Gemeinde Wardenburg hinaus setzt die BSH wichtige Impulse und initiiert wegweisende Projekte für Mensch und Umwelt.

Wardenburgs Bürgermeister Christoph Reents überbrachte die herzlichsten Glückwünsche der Gemeinde und fand in seiner Ansprache deutliche Worte für die Bedeutung des Verbandes:

„Im Namen der Gemeinde Wardenburg gratuliere ich von ganzem Herzen zu diesem Geburtstag und danke allen Akteuren für ihr jahrzehntelanges Engagement. Für Wardenburg hat sich die BSH als absolut verlässlicher Partner fest etabliert. Wenn wir heute hier zusammenkommen, geht es um weit mehr als einen Blick zurück. Es geht um die Frage, wie wir unsere Umwelt und unsere Heimat für die Zukunft aufstellen.“

Unschätzbarer Wert in Zeiten des Klimawandels
Dass Arten- und Klimaschutz längst keine theoretischen Begriffe mehr sind, zeigt sich im kommunalen Alltag jeden Tag. Gerade angesichts der wachsenden Herausforderungen durch den Klimawandel und jüngste Hochwasserereignisse ist die fachlich versierte Arbeit der BSH für die Region von unschätzbarem Wert. Reents hob in seiner Rede hervor, dass nachhaltige Lösungen nur dann entstehen, wenn Politik, Verwaltung und Ökologie eng und auf Augenhöhe zusammenarbeiten.

 Dies zeigt sich aktuell in drei zentralen Schlüsselprojekten: der konstruktiven, beratenden Begleitung durch Dr. Sabine Baumann im Ausschuss für Nachhaltigkeit, Umwelt und Energie, der starken Partnerschaft in der neu gegründeten Hochwasserpartnerschaft Hunte sowie bei der Erarbeitung des Gemeindeentwicklungskonzepts für die nächsten 15 Jahre.

 Wie dringlich diese Themen sind, unterstrich auch der anschließende Fachvortrag von Prof. Dr. Heiko Brunken, der unter dem Titel „Wald, Wasser, Wildnis – zusammen für mehr Wasser in der Landschaft“ wertvolle Impulse für die künftige Arbeit lieferte.

Große Anerkennung für das Team und das Ehrenamt
Ein Verband wird jedoch nicht durch seine Satzung lebendig, sondern durch die Menschen, die ihn tragen. Bürgermeister Reents dankte der Vorsitzenden Christiane Lehmkuhl ausdrücklich für ihr starkes ehrenamtliches Engagement an der Vereinsspitze sowie dem gesamten Team der Mitarbeiterinnen, die das operative Geschäft tagtäglich mit viel Herzblut am Laufen halten.

 Die BSH-Vorsitzende Christiane Lehmkuhl nahm die Anerkennung dankend entgegen und betonte in ihrer Begrüßung den Gemeinschaftssinn des Verbandes:

„50 Jahre BSH – das bedeutet ein halbes Jahrhundert Arbeit für den Natur- und Artenschutz in unserer Hunte-Region. Dieser Erfolg gehört all den Menschen, die unsere Partnerschaft jeden Tag aufs Neue mit Leben füllen. Mit dieser großartigen Energie und Ausdauer wollen wir die BSH auch in die kommenden Jahrzehnte führen.“

 Nach dem offiziellen Teil nutzten die die Gäste die Gelegenheit für einen inspirierenden Austausch und blickten gemeinsam mit der Vereinsführung voller Tatendrang auf die nächsten Jahrzehnte erfolgreicher Naturschutzarbeit.