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1. Vorsitzender
Albert Hinrichs
Schulweg 19
26203 Wardenburg
Tel.: 04407 / 922 283
2. Vorsitzender
Heinz Wellmann
26203 Westerholt
Hinterm Esch 25
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Tel. Büro. 04407/6803
Schriftführer
Heino Boschen
26203 Westerholt
Hinterm Esch 25
Tel.: 04407 / 1021
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ab 31. August 1998 Aufbau des Meilers
06. September 1998 Anzünden
13. September 1998 Öffnen

Das folgende Faltblatt informiert Sie über den Bau
und den Betrieb eines Feldbrandofens
Feuer macht aus getrocknetem Lehm ZIEGELSTEINEVor 6000 Jahren gelang es Menschen, unter Verwendung der vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer die ersten gebrannten Ziegel herzustellen, einen Baustoff, der Jahrtausende überdauert. Das Feuer läßt ihn so "steinhart" werden.Das BrennenNachdem man in einem aufwendigen Verfahren aus Lehm quaderförmige "Formlinge" hergestellt und diese ebenso aufwendig getrocknet hat, sieht das Produkt einem Ziegel schon recht ähnlich. Das gewohnte "Ziegelrot" fehlt noch, und - bei unseren klimatischen Verhältnissen ein besonders gravierender Mangel - das Material wird durch Wasser aufgelöst. Erst durch Brennen erhält man den bekannten wasserfesten Baustoff "Ziegel".Die Formlinge müssen langsam auf eine Temperatur von 800 bis 1250 Grad Celsius erhitzt werden, so daß der Ton schließlich in mehreren Stufen verziegelt. Zunächst wird restliches Wasser ausgetrieben. Verschiedene Bestandteile der Tonmasse reagieren chemisch miteinander. Eisenoxid, das im Ton enthalten ist, führt dabei zur Rotfärbung. Schließlich schmelzen die Glasanteile und backen die verschiedenen Stoffe zusammen. Die Ziegel -"Backsteine"- werden "steinhart" und können durch Regen nicht mehr angegriffen werden. Die Technik des Brennens von Ziegeln hat eine lange Geschichte. Sie hat sich in Jahrhunderten von einfachsten Verfahren zu den heutigen industriellen Produktionsmethoden entwickelt. Eine wesentliche Stufe in diesem Entwicklungsprozeß war der Brand mit einem Feldbrandofen. ![]() Der FeldbrandofenBis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war der Feldbrand ein weit verbreitetes Verfahren, aus Lehmformlingen Ziegel zu brennen. Noch heute werden auf diese Weise in Afrika und Indien Ziegel hergestellt.Die Formlinge - 10 000 bis zu 3 Millionen Stück - wurden zu meterhohen Meilern aufgetürmt. Man schichtete sie so aufeinander, daß Kanäle freiblieben, die mit Holz, Torf oder Kohlen als Brennmaterial gefüllt wurden. Zwischen den einzelnen Formlingen ließ man einen etwa fingerbreiten Abstand, damit beim Brennen die heiße Luft gut zirkulieren konnte. Der Stapel wurde außen mit schadhaften Formlingen, die man mit Lehm verschmierte, abgedichtet. Schließlich deckte man den Meiler mit Rasenstücken ab, um den Wärmeverlust zu verringern. Um beim Brennen as Feuer in den Kanälen mit Luft versorgen zu können, ließ man unter Berücksichtigung der Windrichtung Öffnungen in der Ummantelung frei. Die Luftzufuhr konnte jedoch nur unzureichend geregelt werden, die Verbrennung und damit die Hitzeentwicklung innerhalb des Meilers erfolgte daher sehr unterschiedlich. Deshalb wurden die Ziegel nicht gleichmäßig gebrannt. Es gab erhebliche Farb- und Festigkeitsunterschiede. Nach unseren Qualitätsvorstellungen war der Anteil des "Ausschusses" sehr hoch. Er lag bei 30%. Man kann jedoch davon ausgehen, daß auch die weniger gut gelungenen Ziegel irgendwo am Bauwerk eine angemessene Verwendung fanden. Der Brennvorgang forderte von unseren Vorfahren übrigens eine Menge Geduld. Er dauerte vom Anzünden bis zum Öffnen des Meilers etwa 4 bis 6 Wochen. |