Das Moor- und Bauernmuseum in Benthullen

Alles begann im Jahre 1984 als Benthullen, drittjüngste Ortschaft in der Gemeinde Wardenburg, seinen 50. Geburtstag feierte. Aus diesem Anlass wurden alle möglichen Dinge zusammengetragen, von der Postkarte bis zum landwirtschaftlichen Großgerät. Daraus wurde zunächst ein provisorisches Museum, doch dabei sollte es nicht bleiben.
 
Am 2. März 1997 trafen sich 13 Dorfbewohner. Schnell wurden die Räumlichkeiten auf dem Berg-Hof gefunden. Gerhard Geisler, der 1. Vorsitzende des Bürger- und Heimatvereins Benthullen-Harbern erinnert sich noch gut daran: "Nachdem sie alle ihre Dachböden, Garagen und Keller entrümpelt hatten, meldeten sich viele Mitbürger aus der näheren Umgebung, um die gefundenen kleineren und größeren Schätze aus früheren Zeiten zu spenden." Nun galt es die schönsten Gegenstände herauszusuchen und einige davon wieder funktionstüchtig zu machen. Dabei halfen die Hände vieler freiwilliger, tatkräftiger und fleißiger Mitbürger.
Außerdem galt es noch einen Schuppen zu bauen, worin die landwirtschaftlichen Großgeräte und Kutschen untergebracht werden konnten. Finanzielle Mittel sind überall knapp und so veranstaltete man  im September 1997 kurzerhand einen Aktionstag, um einerseits auf das Moor- und Bauernmuseum aufmerksam zu machen und andererseits um Spenden zu bitten. Am Ende des Tages kamen so schließlich 5000 DM zusammen, die für den weiteren Ausbau des Museums genutzt wurden. 
Einfahrt zum Moormuseum
hier müssen Sie rechts abbiegen

Bestaunen konnte man an diesem gut besuchten Eröffnungstag noch folgendes:

Familie Berg, Eigentümerin der Räumlichkeiten
des Moormuseums Benthullen. 
Familie Berg und die Geschichte des Museums

Im Mai 1956 bezog der Landwirt Egon Berg mit seiner Familie das neu gebaute Siedlerhaus in Benthullen. Dieser Schritt bedeutete für de Familie Berg, wie für viele andere Familien auch, ein Neubeginn im Moor. Das Land wurde vom Siedlungsamt zugewiesen. Damit es bewirtschaftet werden konnte, musste es erst abgetorft und übersandet werden. Erst nach mühevoller Arbeit wurde aus dem zuvor nicht bewirtschafteten Land ein fruchtbarer Ackerboden. Bis 1991 wurde auf dem Hof Landwirtschaft betrieben. Danach begann die Familie Berg die alten Gebäude zu restaurieren, die Maschinen und Wagen zu überholen und den ehemaligen Heuboden aufzuräumen. So entstand ein kleines "Privatmuseum". Ein Teil der Räumlichkeiten wurden vermietet. Darin werden Möbel, Schallplatten und Rundfunkgeräte aus den 50er Jahren ausgestellt.

Sehen Sie hier ein paar Ausschnitte aus dem reichhaltigen Museumsangebot ...


Der Eingang des Moor- und Bauernmuseums. Hier werden die Besucher empfangen, die sich vorher für einen Rundgang angemeldet haben.

Eine Melkanlage, wie sie früher von dem Bauer genutzt wurde. Auch die eisernen Milchkannen waren damals gebräuchlich.

Ein Wohnzimmer wie es früher eingerichtet war. Urgemütlich, nicht wahr oder? Die gute Stube wurde meist nur sonntags oder zu besonderen Anlässen genutzt.

Diese Feldspritze arbeitet im Handbetrieb und wurde zur Vernichtung von Insekten eingesetzt.

Mit dem Strohhäcksler wurde das Stroh zerkleinert. Für die Landwirte war dieses Gerät also sehr nützlich, auch wenn die Arbeit damit ziemlich mühsam war.

Die Küche aus den 60ern. Die Küche war der meist genutzte Raum im ganzen Haus.

Hier ein kleiner Blick in einen Kleiderschrank.

Dies und noch vieles mehr finden Sie im
Moor- und Bauernmuseum Benthullen

Der Musikraum

 

Wo liegt das das Moor- und Bauernmuseum? 
 Hof Berg, Zu den Birken 15
ab Böseler Straße
26203 Benthullen 

 in der Gemeinde Wardenburg, Landkreis Oldenburg

Wie kommt man dahin? 
Benthullen liegt ca. 15 km von Oldenburg entfernt. Von Oldenburg fährt man in Richtung Wardenburg
bis zur Ortschaft  Tungeln, hier  rechts in die  Oberlether Straße in Richtung Friesoythe, nach den Ortschaften Oberlethe und Achternholt erreicht man nach ca. 8 km Benthullen. Auf Hinweisschilder "Moor- und Bauernmuseum" achten.

Wann kann man das Museum besichtigen? 
Jederzeit! Nach Vereinbarung! 
Kontakt: 1. Vorsitzender Gerhard Geisler, Tel. 04407/ 8302

Was kostet der Eintritt?

Kinder bis 10 Jahre (frei)

Erwachsene
Kinder ab 10 Jahre
Schulklassen
Gruppen ab 10 Personen

und Museumsführung nach Absprache

bitte beim Vorsitzenden erfragen