Spruch des Monats

November 2017

„Do wat du wollt, de Lüü schnackt doch“.

(Du kannst machen was du willst, die Leute reden doch.)

Plattdüütsch-Beobdragte Anke Schierhold

Moin, Moin!

Herzlich willkomen secht Anke Schierhold, Plattdüütschbeobdragte …!

Ick freu mie at ji Interesse an disse Siete up Platt hebbt.

Ji könt jo hier över Veranstaltungen up plattdüütsch un Termine informieren und dat givt immer uck een Mottospruch för denn Monat dorbie!

Wenn ji  vergnögte Döntjes oder korte Geschichten up platt  hebbt, denn stellt de gerne vör unner:

04407 / 91 36 33 5 oder 04407 / 73-116

Wie feut us denn bannig …!

Aktuelles und Veranstaltungen

De Meckerkring

Freitag, 16. Februar 2018, 20.00 Uhr im Gasthof Dahms in Littel

Plattdüütsch bringt us all tosoam, moakt dat Haart us wiet!

De Meckerkring – wat is dat denn?
Dat geiht bold los – Goh dor moal hen!
Snacken, proaten, kür’n – wo woahnst du denn?
Schiet egoal! Wi kriegt dat hen!

Mit Begeisterung meckern – geht das? „De Meckerkring – der plattdeutsche Beschwerdechor“ beweist es. Sie kennen keine Berührungsängste und besingen alles, was sie ärgert oder bewegt mit viel Humor: Klimawandel, Analogkäse, Spekulatius im September oder Müll in der Landschaft. Mutig nehmen sie sich auch aktuelle Themen vor, wie die Flüchtlingsdiskussion, Nordkorea, Diskriminierung von Homosexuellen, Herstellung von Kleidung in Billiglohnländern und Bienensterben. Die Chormitglieder  machen ihre Texte und sogar einige Melodien selbst. Für die Chorleitung konnte Insina Lüschen gewonnen werden, eine erfolgreiche junge Vollblutmusikerin, gebürtige Ostfriesin, die als freiberufliche Sängerin, Moderatorin und Schauspielerin viel unterwegs ist. Für den Meckerkring reist sie zweimal im Monat aus Hamburg an.
„De Meckerkring“ wurde 2014 als Projektchor anlässlich des Plattartfestivals in Oldenburg gegründet und sollte sich nach einem Vierteljahr wieder auflösen. Aber das wollten die 23 Chormitglieder nicht, da sie inzwischen großen  Spaß am Nörgeln entwickelt hatten. So besteht „De Meckerkring“ bis heute. In zahlreichen Konzerten in und um Oldenburg herum haben sie das Publikum zum Weinen und Lachen, zum Nachdenken und Staunen gebracht.
Das nächste Konzert soll am 16. Februar um 20:00 Uhr bei Dahms in Littel stattfinden. Die Chormitglieder arbeiten schon mit Hochdruck am Programm und freuen sich auf Littel, wo die plattdeutsche Sprache und der Humor bekanntlich zuhause sind. (H.Busch)

Wi schnackt Platt

Die "Treffen up Platt" finden von September bis April jeden 2. Montag im Monat in den Räumlichkeiten des Deutschen Roten Kreuzes, Oldenburger Str. 229 (hinter Ihr Platz), statt.

 

Zeit: 20.00 bis ca. 22.00 Uhr!

 

Das nächste Treffen findet statt am 11.9.2017.

 

Es wird den ganzen Abend platt gesprochen (jeder wie er kann und mag) und wer Lust hat, kann eine Geschichte up platt erzählen oder etwas vorlesen.

 

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Döntjes

Geburtsdagswunsch

Fröher hett Krischan sein Metta ehrn Geburtsdag eenfach vergeeten. Ober Metta, de is jo ook nich ut Dummsdörp. Un se mookt dat nu jümmer so, datt se all veerteihn Doog vör de Tiet dat Sabbeln un Dibbern anfangen deiht, wat se noch allns to beschicken hett bit no ehrn Geburtsdag to, un Krischan mutt dat jeden  Dag mit anhürn.
Nu hettse ook noch anfungen, sick sübbbs Radels optpgeben. „Ick bün jo all so neetschierig, wat Du mi wollt to Geburtsdag deihst“, seggt se. Un Krischan, de is ook noch so dömlig west un hett frogt: “Jä, wat wünscht Du Di denn so?“
„Och“, hett se denn so ganz liesen seggt, „an leefsten mool wat för mien Hals or de Arms.“ „Is good“, seggt Krischan, „mool sehn!“ Un Metta, de is rein ut de Tüt, datt he gliek anbeten hett!
Obers an ehrn Geburtsdag, dor is se jo rein so fuchtig, datt Krischan s’obens ut’n Hus löppt un in’n Krog sitt. „Wat hest Du denn“, frogt Hannes em, „Du sühst jo so benaut ut?“
„Och, mien Metta is woll   `n Luus öber de Lebber lopen“, gnurrt Krischan, Wse hett doch hüt Geburtsdag, un ich heff ehr sogor’n Geschink mookt, wat se sick sübbs wünscht hett!“
„Na, un denn? Wat hett se sick denn wünscht?“. „Wat för’n Hals und de Arms, hett se seggt, mugg se woll op’t leefst“, seggt Krischan, „un hett se jo ook kreegen!“ „Junge, seggt Hannes, „ Halskeeg un Armband mit `n Mool, Du lettst Di nix woseggen, dat Du neerig büst, wat? Gold oder Sülber?“
„Armband, Halskeeg?“ wunnert sich Krischan, „Stück  Seep hett se kreegen!“

aus: Döntjes von Peter Seidensticker, KRISCHAN 4 – eine Sammlung lustiger Döntjes, Verlag und Druck: Zeitungsberlag Krause KG; Stade/Buxtehude

Ganz unnödig

Krischan is 'n sporsamen Minschen. Jedetmol wnn he wat loter ut'n Krog kümmt, denn kann he sick argern, datt bi Jan Düdels an d Dör unop sein Deel Lich brennen deiht! Un is, wenn he mit de Sünn opsteiht um no'n Felln henngeiht, jümmer noch an't Brennen! Hett jo woll 'n Sirrs, de ol Jan!
Na, dat drüppt sick mol, datt he mit em snacken ward.
„Du, Jan“, seggt Krischan: „Du smittst Dien Fild jo rech to'n Finster rut, datt bi Di op de Deel un an de Dör de ganze Nach dat lektrische Lich brennen deiht? Wat köst Di dat'n Strom!“
„Jä, weest Du“, seggt Jan, „dat do ick för de Inbreekers.“
„Meine Güte noch mool to“, röppt Krischan, „dat hebt de doch nich nödig, de hebbt doch all Knippslaternens!“

Quelle: Döntjes von Peter Seidensticker aus KRISCHAN 4 – eine Sammlung lustiger Döntjes, Zeitungsverlag Krause KG; Stade/Buxtehude