Die Oldenburger Straße
früher, gestern und heute
Gesichter einer Straße
Eine Fotoaustellung - zusammengestellt von Schülerinnen und Schülern der Everkampschule Wardenburg


Zum Straßenbau hat Wardenburg eine besondere Beziehung, ist doch im Gemeindegebiet das Unternehmen Svedala (früher Dynapac) ansässig. Dieses weltweit führende Unternehmen stellt Geräte zum Sraßenbau her.

Dreimal Straßenbau...


mit der Hand,
mit Pferden

mit "modernster Technik"


...damit geht es doch einfacher.

Wir beginnen unsere Reise entlang der Oldenburger Straße am Ortsausgang und blicken zuerst in Richtung Tungeln
 


Es geht vorbei am  Malergeschäft Schnittger.

Im folgenden muss man wissen, dass die Oldenburger Straße in ihrem ursprünglichen Verlauf am Glockenturm vorbeiführte und dann weiter durch einen Teil des Patenbergwegs. Der heutige Verlauf wurde erst im zweiten Weltkrieg geschaffen, um militärischen Fahrzeugen ein einfacheres Durchfahren zu ermöglichen. Der Patenberg(sweg) gehört zum alten Ortskern. Die Porsenbergs, ein altes Bremer Rittergeschlecht, hatten im 14. Jahrhundert Besitzungen in Wardenberg und trieben hier intensiv Handel. Die Namen Patenberg und Porsenberg scheinen miteinander verknüpft zu sein.
 

Die alte Postkutsche vor dem Haus des Kaufmanns Rudolf Harms stammt aus dem Jahre 1911. Am linken Bildrand sieht man hinter dem Glockenturm die Stöversche Wagenmacherei. Die Hauptstraße nach Oldenburg machte eine scharfe S-Kurve um das Haus des Kaufmanns Harms. Die Pflasterung bestand aus einer Packlage von Felssteinen und am Seitenrand stehen viele Linden.

Gehen Sie noch ein paar Schritte weiter, und drehen Sie sich einmal kurz herum!
Der Glockenturm am Ende der Straße

Der Glockenturm - das Wahrzeichen. Der freistehende Turm, aus großformatigen Ziegelsteinen erbaut, erlitt 1703 beim Sturm erhebliche Schäden und drohte umzustürzen. 1737 begann man mit dem Wiederaufbau. In ihm waren bis 1960 die Glocken untergebracht, die dann in dem neuerbauten Kirchturm ihren Platz fanden. In den letzten Jahren wurde die Bausubstanz  immer schlechter und der Turm drohte zu zerfallen. Dank einer beispiellosen Sammelaktion konnte der Turm saniert werden.

Wir befinden uns in Höhe der Kreuzung Eelder Straße. Dieses Grundstück gleich neben dem neuen Rathaus hatte schon viele Gesichter.
Bauerei Röbken
Platz mit Springbrunnen

Heute befindet sich hier ein modernes Wohn- und Geschäftshaus.

Kurz danach werden im Frisörsalon Bremer auch heute noch Haare geschnitten

Am 15.6.1925 eröffnete der Ingenieur Heinrich Heinemann hier eine Schlosserei.


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Heute befindet sich das Autohaus Heinemann am Ortsausgang.

Wo sich heute das Schreibwaren-/Spielgeschäft und Reisebüro der Fam. Freese befindet, fand früher ein reger Eierhandel statt.
Die Eiergenossenschaft
Das Geschäftshaus Freese und Duve

Die Eierverkaufsgenossenschaft Wardenburg

Wo heute gegenüber dem Ärztezentrum, Ihr Platz  der Kaufmann Friedrich Freese sein Unternehmen ansässig hat, stand ehemals der Lagerraum der Eierverkaufsgenossenschaft Wardenburg. Zu Beginn dieses Jahrhunderts faßte der damalige Leiter der Molkerei in Wardenburg, Dietrich Schulenberg, den Entschluß, eine Eierverkaufsgenossenschaft zu gründen (1901-1970). Er ahnte nicht, dass diese Genossenschaft einmal die größte ihrer Art in Deutschland werden würde. Das Qualitätserzeugnis 'Wardenburger Frischei' setzte eine gesunde Hühnerhaltung voraus. Es gab noch keine Hühnerfarmen mit Legebatterien. Die Hühner liefen auf den Höfen und Weiden frei herum. Jeder Genosse erhielt einen Stempel für die abzuliefernden Eier mit zwei Nummern, eine für die Sammelstelle und eine für den Eiergenossen. So konnte bei jedem Ei der Ablieferer festgestellt werden. Die Eier wurden durch Sortierung und Durchleuchtung überwacht. Einmal in der Woche wurden die Kisten mit je 600 Eiern von den Sammelstellenleitern in den „Eierschuppen" in Wardenburg gefahren. Eine Gemeinschaftserfindung von Heinrich Heinemann, Drechsler Heinrich Fangmann und Dietrich Schulenberg war eine Eiersortiermaschine. Die Eier wurden nach Größe sortiert. Mehrere Frauen verpackten die gereinigten und unbeanstandeten Eier in die 600 Stück fassenden Versandkisten, die vom Bahnhof Sandkrug aus vor allem ins Ruhrgebiet und in die Nordseebäder gingen. Als Schulenberg 1949 starb, übernahm sein Schwiegersohn Wilhelm Hashagen die Geschäftsführung. Doch der Umsatz ging durch die zwischenzeitlich neugegründeten Hühnerfarmen in Südoldenburg immer mehr zurück, so dass sich die Auflösung der Genossenschaft nicht mehr vermeiden ließ. Die Stromversorgung übernahm den Eierschuppen. Einige Zeit benutzte das Möbelhaus Schönfeld ihn als Lagerschuppen. Im Zuge des Ausbaues der B69 wurde der Schuppen äußerlich zu einer unschönen Ruine, da die Rampe wegen der Verbreiterung des Fußweges abgerissen wurde.

Schräg gegenüber finden wir heute ein modernes Wohn- und Geschäftshaus, das Ende einer bewegten "Molkerei-Geschichte"
 

 
 
 
 
 

 

 

Dieses Verwalterhaus befand sich auf dem Gelände der Molkerei

 Hier wurde ein modernes Wohn- und Geschäftshaus errichtet.

Einkaufsmeile Alte Molkerei

Neben der Molkerei lud früher der Gasthof Lüschen/ehemaliger schützenhof zum Verweilen ein - heute ist hier ein Restaurant mit griechischer Küche zu finden - "Kreta".

Der Schützenhof heute

Die Raiffeisen Warengenossenschaft
 


Genossenschaft adé, heute speist man hier "Bei Lisa" - wie bei Muttern

Kurz darauf biegt die Friedrichstraße in die Oldenburger Straße ein.
 

Blick zurück in Richtung Gasthof Lüschen, dem Schützenhof
Blick Gasthof Lüschen
Blick Schützenhof

Der Wirt  Johannes Lüschen hatte in seiner Gastwirtschaft auch eine Postagentur eingerichtet. Postillion Diedrich Wegener fuhr mit der Fahrpostkutsche, in der zwei bis drei Personen mitfahren konnten, täglich eine Tour nach Oldenburg und zurück. Erstmals 1907 wurden regelmäßige Fahrten mit Autobussen durchgeführt. Im Jahre 1924 verkaufte Johann Lüschen seine Gastwirtschaft an Hermann Schlüter. Die Postagentur wurde von Diedrich Wegeners Sohn Wilhelm übernommen.

Wintermann, heute Hitz
 
Wintermann
Hitz-Bürotechnik

An der Kreuzung zur Litteler Straße hat das Gasthaus Fischbeck seinen Sitz, heute Hotel Wardenburger Hof.
 
Gasthof Fischbeck